Lehrkraft und Kursleitung
© Natalia Pais-Fornari
Marcelo ist tätig als Dozent:in und Kursleiter:in an Volkshochschulen in Berlin und Brandenburg und hat in der Vergangenheit Kurse für Institutionen wie die Zentraleinrichtung Hochschulsport der Humboldt-Universität zu Berlin sowie für die Schwulenberatung e.V. angeboten. Hier finden Sie weitere Informationen und die aktuellen Kursangebote.
Aktuelle Angebote
Verkörperung der Stimme - Stimmarbeit zwischen Bewegung, Klang und innerer Ruhe
VHS Neukölln, Kurt-Löwenstein-Haus, Karlsgartenstr. 6, 12049 Berlin - Infos und Anmeldung
VHS Teltow-Fläming, Dessauer Str. 25, 14943 Luckenwalde - Infos und Anmeldung
Kursbeschreibungen
Verkörperung der Stimme - Stimmarbeit zwischen Bewegung, Klang und innerer Ruhe
In diesem Kurs entdecken wir die Stimme als Ausdruck des ganzen Menschen – jenseits klassischer Gesangstechniken. Inspiriert von der schwedischen Opernsängerin Valborg Werbeck-Svärdström und ihrer Schule der Stimmenthüllung erkunden wir, wie Stimme und Körper als Einheit wirken.
Durch künstlerische Methoden wie Body Percussion (z. B. nach Vorbild der brasilianischen Gruppe Barbatuques), Contact Improvisation, Mantra-Singen und einfache Meditationstechniken fördern wir Achtsamkeit, Entspannung und inneres Gleichgewicht. Der Kurs ist eine Einladung, durch Klang, Rhythmus und Bewegung die eigene Stimme zu entdecken und zu entfalten.
Die Übungen unterstützen die natürliche Stimmproduktion, regen die Körperwahrnehmung an und können zu mehr emotionaler Ausgeglichenheit beitragen. Sie eignen sich für alle ab 16 Jahren – ob mit oder ohne Gesangserfahrung. Wichtig sind Offenheit, Neugier und die Freude daran, neue Wege zu erforschen.
Wie „Feldenkrais für die Stimme“ geht es um mühelose, lebendige Klanggestaltung. Singen darf hier wieder etwas Persönliches und Kraftvolles sein – ohne Druck, ohne Bewertung.
Singen Sie sich frei – mit Körper, Seele und Stimme!
Benötigtes Material: Bequeme Kleidung (keine Jeans oder enge Kleidung), die für Bewegung geeignet ist, eine Wasserflasche und ein persönliches Notizbuch für die Erstellung eines kreativen Logbuchs.
© Gabriela Kliemann Dias / Chat GPT
Queeres Begehren: Eine körperlich-geistige Erkundung “erotischer Kraft”
In diesem Kurs werden wir einen Rückblick auf die klassische philosophische Ästhetik werfen und dabei einen Dialog mit zeitgenössischer Kulturkritik führen – von den Wegbereiterinnen des schwarzen Feminismus wie Audre Lorde bis hin zum Chicana-Feminismus von Gloria Anzaldúa –, um akademische Theorien durch den Körper zu untergraben und neu zu gestalten. Die Methodologie umfasst sowohl das Lesen wissenschaftlicher Texte, die vor den Präsenztreffen zur Verfügung gestellt werden, als auch körperliche Übungen, bei denen Bewegung, Stimme und Lust mit allen Sinnen erkundet werden.
Dieser Kurs möchte einige Fragen aufwerfen: Was versteht man unter queerer Begierde? Wie lässt sich Erotik anders verstehen als in bereits etablierten Disziplinen wie der Pornografie und wie lässt sie sich im Alltag erleben? Sind Sex und Erotik dieselben Kategorien, oder lassen sie sich in einem dialogischen und dennoch komplementären Verhältnis zueinander verstehen?
Diese Fragen sollen in einem kreativen Prozess bearbeitet werden, in dem die Teilnehmer*innen ihre*seine eigenen Vorstellungen von Erotik reflektieren, hinterfragen und neu entwerfen. Ausgangspunkt bildet dabei ein theoretisch-praktischer Ansatz, der den Körper nicht nur als individuelles Ausdrucksmittel, sondern als Schauplatz gesellschaftlicher und kultureller Aushandlungsprozesse begreift.
Benötigtes Material: Bequeme Kleidung (keine Jeans oder enge Kleidung), die für Bewegung geeignet ist, eine Wasserflasche und ein persönliches Notizbuch für die Erstellung eines kreativen Logbuchs.
© Byunggyu Woo / Carol Nobre / Marcelo Kuna